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Das digitale Museum ist eröffnet

Seit September 2026 ist «Living Commons – Geschichten vom Berg» öffentlich zugänglich. Das partizipative Projekt dokumentiert Geschichten, Erinnerungen und Wissen rund um das Leben und die gemeinschaftliche Nutzung von Wasser, Wald und Alpweiden am Natischer- und Munderberg.

Gemeinsam mit der Bevölkerung wurden während zwei Jahren persönliche Erinnerungen, historische Fotografien, Dokumente, Filme und Geschichten gesammelt. Daraus ist ein digitales Museum entstanden, das dieses lebendige Kulturerbe mit den Orten verbindet, an denen die Geschichten entstanden sind.

Wolfgang Eggel führt durch die Geschichte vom alten Blatten im Rahmen der Eröffnung am 11. September.

Digitales Museum entdecken geschichten-vom-berg.ch

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Geschichten dort entdecken, wo sie passiert sind

Über 50 «Blickpunkte» führen durch die Region Naters – vom Talboden bis hinauf in die alpine Landschaft. QR-Codes vor Ort öffnen Geschichten, Fotografien, historische Dokumente, Audio- und Videobeiträge direkt auf dem Smartphone.

Das digitale Museum kann aber auch unabhängig von einem Besuch der Region online erkundet werden. So entsteht ein wachsendes Archiv über das Leben am Berg und über gemeinschaftliche Formen der Nutzung, die Landschaft und Gesellschaft über Generationen geprägt haben.

Revierförster Christian Theler erläutert die Bedeutung der Blattner Allmei während der Eröffnung am 11. September.

Ein gemeinsames Gedächtnis der Region

Im Zentrum des Projekts stehen die sogenannten Geteilschaften und andere gemeinschaftlich organisierte Nutzungsformen. Wasserleitungen, Wälder, Alpen und Weiden konnten in einer Bergregion über Jahrhunderte nur gemeinschaftlich bewirtschaftet und erhalten werden.

«Geschichten vom Berg» erzählt diese Geschichte nicht allein über historische Fakten, sondern aus der Perspektive der Menschen, die dieses Wissen und diese Praktiken erlebt, weitergegeben und verändert haben.

Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erzählen vom Bewässern und Heuen, von der Waldarbeit, der Alpsaison und der Viehwirtschaft, von gemeinschaftlichen Regeln und Pflichten – aber auch davon, wie sich das Leben und Arbeiten am Berg in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.

Gemeinwerk an der Wyssa bei Mund.

Entstanden mit der Bevölkerung

Den Ausgangspunkt des Projekts bildeten öffentliche Veranstaltungen und «Hängert» in Blatten, Mund und Naters. Bewohnerinnen und Bewohner brachten Fotografien, Dokumente, Erinnerungen und persönliche Geschichten mit und markierten auf Karten Orte, die für sie von besonderer Bedeutung sind.

In Gesprächen und Interviews wurden weitere Stimmen aus der Region dokumentiert. Historische Quellen und wissenschaftliche Grundlagen ergänzen die persönlichen Erinnerungen.

So entstand Schritt für Schritt ein digitales Archiv, das individuelles Wissen mit der Geschichte der Landschaft und ihrer gemeinschaftlichen Nutzung verbindet.

Im «Hängert» in Mund kamen rund 20 Teilnehmende im Burgerschaftssaal zusammen. Im angeregten Austausch wurden Geschichten erzählt, Blickpunkte bestimmt sowie persönliche Gegenstände und Fotografien gezeigt.

Vor Ort und digital

«Geschichten vom Berg» ist kein klassischer Lehrpfad. Die Blickpunkte laden vielmehr zu einer Spurensuche ein: Eine Geschichte kann an einer alten Wasserleitung beginnen, bei einem historischen Gebäude, mitten im Wald oder auf einer Alp.

Die Web-App funktioniert direkt im Browser und benötigt keine Installation. Texte, Fotografien, Tonaufnahmen und Filme geben an jedem Blickpunkt unterschiedliche Einblicke in die Geschichte des Ortes.

Auch von zu Hause aus lassen sich die Inhalte des digitalen Museums entdecken.

Sonderausstellung «Frauen und die Alpsaison»

Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die Sonderausstellung «Frauen und die Alpsaison» im World Nature Forum in Naters.

Die Ausstellung richtet den Blick auf die häufig wenig sichtbare Rolle der Frauen in der traditionellen Alp- und Landwirtschaft. Persönliche Erinnerungen, Archivfotografien und historische Objekte erzählen vom Alltag während der Alpsaison, vom vertikalen Nomadismus und von der Arbeitsteilung innerhalb der Bergbauernfamilien.

Die Ausstellung ist bis am 22. Oktober 2026 im World Nature Forum Naters zu sehen.

Die Vernissage der Sonderausstellung «Frauen und die Alpsaison» im WNF Naters im Mai 2026 nahmen 145 Personen teil. 

Ein Projekt, das weiterlebt

Mit der Eröffnung des digitalen Museums ist die Sammlung nicht abgeschlossen. Weitere Geschichten, Fotografien und Dokumente können auch künftig aufgenommen und mit bestehenden Blickpunkten verbunden werden.

Das Projekt versteht sich damit als wachsendes digitales Gedächtnis der Region – getragen von den Menschen, ihren Erinnerungen und ihrem Wissen über das Leben am Berg.

Projektleitung

Konzeption und künstlerische Leitung: Philipp Eyer, Sozialanthropologe und Dokumentarfilmer, und Jonas Scheu, Regisseur und visueller Gestalter. Sie verantworten Konzept, Inhalte und audiovisuelle Produktion von «Living Commons – Geschichten vom Berg» im Auftrag des Vereins Lebendige Geschichte(n).


Unterstützen sie das Projekt

Haben Sie eine Geschichte zu erzählen? Vielleicht ein Foto oder einen Gegenstand, der besondere Erinnerungen weckt? Wir freuen uns, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen:

oder +41 78 867 65 20.

Es besteht auch die Möglichkeit, unser Projekt mit einer Spende zu unterstützen und so die Bewahrung unserer lebendigen Geschichte(n) zu fördern.

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Medien

Am 11. September 2026 wurde das Projekt im WNF Naters und in Blatten bei Naters Lanciert.

– Artikel im Walliser Bote vom 14. September 2026 (PDF).

– Beitrag Canal 9 vom 11. September 2026

Am 20. August 2024 stellte der Verein Lebendige Geschichte(n) gemeinsam mit der Gemeinde Naters und Blatten Belalp Tourismus das Projekt den Medien vor.

– Artikel im Walliser Bote vom 20. August 2024 (PDF).

– Tagesinfo Canal 9 vom 21. August 2024

– Beitrag der Sendung rro Info Abend vom 20. August 2024

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Sendung rro Info Abend vom 20. August 2024
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Aabusitz in Naters

Naters 3.10.2024: Am 2. Oktober lauschten über 130 interessierte Einwohnerinnen und Einwohner im Zentrum Missione beim Aabusitz den Geschichten und Erinnerungen von eingeladenen Zeitzeugen aus unterschiedlichen Generationen. Es war der Startschuss zur Lancierung des Projekts Living Commons – Geschichten vom Berg.


«Hängert» – Archivierungstreffen in der Region

Naters 25.11.2024:Im Rahmen des Projekts Living Commons – Geschichten vom Berg haben wir vergangene Woche drei spannende Workshops in Blatten, Mund und Naters durchgeführt. Gemeinsam mit den Einwohner:innen der Region haben wir wertvolles Wissen, Geschichten und Erinnerungen gesammelt, die in die digitale Sammlung des Projekts einfliessen werden. Vielen Dank an alle, die ihre Erinnerungen mit uns geteilt haben!

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Unsere Partner

In Zusammenarbeit mit und unterstützt durch die Gemeinde Naters und die Blatten Belalp Tourismus AG.
Das Projekt wird gefördert vom Bundesamt für Kultur (BAK), der Wirtschaftsförderung Wallis und der Loterie Romande.

Knowledge-Partner

Konzeption und künstlerische Leitung: Philipp Eyer und Jonas Scheu


Werden Sie Mitglied des Vereins!

Das Projekt lebt von der aktiven Beteiligung der Bevölkerung. Wenn auch Sie unser Herzensprojekt unterstützen möchten, würden wir uns freuen, Sie als Mitglied des Vereins Lebendige Geschichte(n) begrüssen zu dürfen. Der Jahresbeitrag trägt dazu bei, die Geschichte und Kultur unserer Region zu dokumentieren. Ihre Unterstützung und Mitwirkung sind entscheidend, um das Wissen und die Erinnerungen an kommende Generationen weiterzugeben.